Keniareise August 2006

Vom 3.-23. August reisten Dr. Susanne Holtz-Joas und Dr. Albert Joas nach North Horr im äußersten Norden Kenias, um den dortigen Nomaden vom Stamm der Gabbra bei der Bewältigung der vergangenen Dürre zu helfen.

 

 

 

 

 

Vom Flughafen in Nairobi ging es über 750 km - zumeist nur Sand- und Steinpiste - mit dem Geländewagen der Katholischen Missionsstation in den Norden des Landes, der von Wüste geprägt ist.

 

 

 

 

 

Die Skelette der verhungerten Tiere säumen immer noch die Wege. Bis zu 80 % der Nutztiere sind im Frühjahr 2006 im Norden Kenias, in Äthiopien und Somalia verendet. Doch was ist eine Nomadenfamilie ohne Tiere?

 

 

 

 

Seit jeher sind die Gabbra mit ihren Tieren durch das Land gezogen - auf der Suche nach Wasser und Weideplätzen. Doch das Leben ändert sich. Die Wüste schreitet voran, die Bevölkerung wächst, und das Nomadenleben gerät in Gefahr. Viele versuchen zu überleben, indem sie sich in der Nähe von Schulen oder Gesundheitsstationen niederlassen und dort abhängig von Lebensmittel-Lieferungen werden.

 

Das veränderte Leben raubt ihnen den Stolz und die Würde. Das Leben wird leer und erscheint sinnlos.

 

 

 

 

 

Susanne und Albert verfolgten während ihrer Reise das Ziel, den Bedürftigsten unter den Gabbra-Nomaden neue Ziegen zu beschaffen, um ihnen den gewohnten Lebensstil wieder zu ermöglichen. Wir wollen so wenig wie möglich in das Leben der Gabbra eingreifen. Die Verteilung der Tiere wurde durch ein Komitee aus Gabbra-Vertretern bestimmt. Durch den Erhalt der Ziegen können nun die betroffenen Familien wieder auf die Wanderschaft gehen.

 

 

 

Sie sind nicht mehr von der Hilfe anderer abhängig. Sie können sich jetzt wieder selber helfen.

 

 

 
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