Beherrschen Sie die Erste Hilfe?
Es wird wohl einige Leser geben, die diese Frage jetzt mit einem kleinlauten "hm - naja" beantworten... Doch trösten Sie Sich: Es gibt in Deutschland zahlreiche Möglichkeiten, Kurse zu besuchen - ganz bestimmt auch irgendwo in Ihrer unmittelbaren Nähe!
Dieses Glück haben die Menschen im Norden Kenias am Rande der Chalbi-Wüste leider nicht. Und dabei hätten Sie einen Lernbedarf, der mindestens ebenso groß ist wie hierzulande, wo immerhin noch jeder Führerscheinanwärter zu einem Crashkurs verpflichtet wird. Und, was noch schlimmer ist - im Norden Kenias ist der Weg zum nächsten Arzt weit. Sehr weit. Oft mehrere hundert Kilometer. Und das ohne befestigte Straßen...
Im Zuge der Keniareise von Susanne und Albert Joas wurde klar, daß die Menschen in North Horr eine Erste-Hilfe-Ausbildung sehr gut gebrauchen können. Was liegt näher, als unser Vorstandsmitglied Sylvia Rohrhirsch aus Bellenberg dorthin zu schicken, die beruflich täglich Kurse durchführt? Auch in den Outdoor-Seminaren wird unseren Einsatzkräften die Erste Hilfe unter erschwerten Bedingungen vermittelt (siehe Bilder), warum dann nicht auch den Menschen, die dauerhaft unter erschwerten Bedingungen leben müssen?
Aus dem Programm standen die Wundversorgung von Schuß- und Stichverletzungen, AIDS-Aufklärung und Umgang mit AIDS-Patienten, psychologische Aspekte im Umgang mit Patienten, Früherkennung und Diagnose von Krankheiten, Geburtshilfe und -hygiene sowie Kinderreanimation. Daher wurde Sylvia Rohrhirsch von Freia Dondorf, einer Lehrhebamme aus Kaufbeuren, begleitet, die bereits bei mehreren Einsätzen in der Vergangenheit erfolgreich mit LandsAid-Mitarbeitern zusammengearbeitet hat.
Die beiden Frauen hielten sich von 25. Februar bis 23. März 2007 in Kenia auf, um dort Kurse für das medizinische und nicht-medizinische Personal der Gesundheitseinrichtungen in der Region Marsabit durchzuführen.
Über ihre Reise berichteten die beiden LandsAid-Mitarbeiterinnen in ihrem Reisetagebuch auf dieser Webseite






