Myanmar: Medizinische Hilfe für die Betroffenen

Die Zahl der Betroffenen des furchtbaren Zyklons "Nargis" blieb unklar. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass an die 100.000 Menschen ihr Leben verloren haben und bis zu 2 Mio. heimatlos geworden sind. Viele waren durch Infektionskrankheiten bedroht, hervorgerufen durch verseuchtes Trinkwasser. Mehrere 100.000 Menschen mussten dringend mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden. Im Zuge der Naturkatastrophe kam es zur Landflucht - Menschen aus dem Irrawaddi-Delta machen sich auf den Weg in die Stadt, in der Hoffnung auf Versorgungschancen.

 

Die Hilfe lief aufgrund der schwierigen Umstände insgesamt nur schleppend an. Viele Spender waren berechtigterweise in Sorge, ob die Hilfe auch ankommen würde, und die Folge war mangelnde Spendenbereitschaft. LandsAid und seine Partnerorganisationen "Arche Nova e.V." und "Apotheker ohne Grenzen e.V." verfügten über eine funktionierende Hilfsstruktur im Land und konnten so - in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern - 3 Monate lang einen wichtigen Beitrag zu einer Verbesserung der Situation leisten. 

 

Ein erstes medizinisches Kit - teilweise gespendet von "Action Medeor e.V."- mit ca. 900kg Medikamenten konnte bereits nach wenigen Tagen auf verschiedene Stellen aufgeteilt werden. LandsAid-Vorstand Hans Musswessels und seine Kollegen von Apotheker ohne Grenzen konnten in Zusammenarbeit mit Einheimischen mehrere Verteilungen von Lebensmitteln und Gebrauchsgütern des täglichen Bedarfs organisieren und durchführen. Mehrere medizinische teams wurden mit Medikamenten und Verbrauchsmaterialien beliefert und ausgestattet.

 

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