Die St. Veronica Community School
Die St. Veronica Community School wurde 2005 von einem lokalen Verein gegründet und von den Mitwirkenden mit wenigen Mitteln und viel Eigenleistung in Karuguuza aufgebaut. Etwa 100 Kinder – überwiegend Waisenkinder und Mädchen, einschließlich rund ein Dutzend Behinderter - aus dem abgelegenen ländlichen Gebiet besuchen hier den Unterricht. Sie zahlen eine den Möglichkeiten entsprechende Schulgebühr. So wird ihnen eine Bildung ermöglicht, die sie sonst in der Regel nicht erhalten würden. Ziel ist, dass die künftigen Erwachsenen mit mehr Selbstbewusstsein in eine vielleicht unabhängigere Zukunft schauen können. Vereinsvorstand John Kasaija ist der Schuldirektor.
Oberflächlich betrachtet sind die Voraussetzungen für eine flächendeckende Schulbildung in Uganda gut: Die staatlichen Schulen kosten nichts. Für Kinder unter 15 Jahren besteht Schulpflicht. Die Grundschule (elementary school) dauert sieben Jahre, daran schließt sich die secondary school an. Wer hier nach vier Jahren die Abschlussprüfung besteht, kann zwei weitere Jahre eine weiterführende Schule besuchen, nach insgesamt 13 Schuljahren das „Abitur“ erlangen und sich damit für die Universität bewerben.
Die Realität aber sieht anders aus: Trotz der Schulpflicht gehen viele Kinder nicht zur Schule. Der Kibaale Distrikt ist einer der ärmsten und wenig entwickelten Distrikte Ugandas. 98 Prozent der Bevölkerung lebt in ländlicher Umgebung und versorgt sich selbst. Es gibt keine befestigten Straßen, keine Industrie. Viele Dörfer sind nur zu Fuß zu erreichen. Über eine Energieversorgung verfügen nur wenige Städte. Kinder müssen meist zum Lebensunterhalt der Familie beitragen oder auf jüngere Geschwistern aufpassen. Auf Grund der hohen Aids-Rate sind viele Kinder Waisen, die bei Verwandten oder Nachbarn untergebracht werden. Die zusätzlichen Kosten für Schuluniform und Schulmaterial können diese Familien oft schlicht nicht tragen. Die Kinder brauchen Hilfe.
LandsAid hat die St Veronica School im September 2007 und im April 2009 besucht und ist überzeugt von der Qualität der Bildungsarbeit dort. Auffallend ist das große Engagement, mit dem der Direktor und die Lehrer die Kinder unterstützen. Die Kinder selbst machen einen konzentrierten und fröhlichen Eindruck.
Die Schule bestand 2007 noch aus drei Grashütten (bandas) und einem Lehmgebäude mit zwei Klassenräumen. Mit der Unterstützung von LandsAid wurden 2008 Mädchentoiletten und eine weitere Banda gebaut, 50 Schuluniformen und Bücher für Schüler und Lehrer gekauft.
Auch 2009 konnten wir mit Hilfe von zwei Spendenaktionen unsere Unterstützung fortsetzen: Die Kindergartenkinder des Dörpener Familienzentrums St. Elisabeth sammelten € 180 und die achte Klasse der Hermann-Greiner-Realschule in Neckarsulm sogar € 560. LandsAid-Geschäftsführer Drik Growe überreichte im Rahmen seiner Ugandareise im März/April 2009 zwei symbolische Schecks an die Kinder in Uganda. Mit dem Geld wurden kleinere Baumassnahmen, Schulmaterial und Schuluniformen für Waisenkinder finanziert.
Wenn auch Sie die St. Veronica Schule unterstützen möchten, können Sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen oder direkt hier online spenden.








