Outdoor-Seminar "Grundlagen der humanitären Arbeit" (Teil 1)
13.-15. Juli 2007
Apothekerin Clara Craesmeyer aus Hamburg beschreibt uns mit etwas ungewöhnlichen Worten, wie sie den Samstag Nachmittag erlebt hat:
Ein Einstieg für Warmduscher oder ein Tag in St. Ottilien
Auch wenn Michael und Jochen schon bald 2 Dutzend Seminare gehalten haben, sind sie immer noch mit Feuereifer und Herzblut bei der Sache. Sollten sich die wild gewordenen Städter mal im Wald verlaufen oder rätselnd vor einem Brennnesselfeld stehen, huscht schon mal ein Schmunzeln übers Gesicht des Seminarleiters. Aber Dank dessen Contenance, konnte der Irrweg bis zum Distelfeld fortgesetzt werden. Endlich erreichten wir mit Hilfe dann doch das –zugegeben- etwas unscheinbare Ziel „den Straßenrand“. Immerhin bewies unsere Truppe, die ich hier mal liebevoll Kompass-Chaoten taufen möchte, dann größeres Geschick im Minenfeld. Obschon die Adleraugen der Gruppe exzellent waren, unterlagen wir der perfiden Kreativität von „Minen-Marcel“, dem Bundeswehrexperten, der uns lenkte und - sprengte…
Von den Strapazen etwas erschöpft, aber glücklich, dass ich noch „lebte“, folgte ich dem spannenden Vortrag eines bayrischen Arztes, der von seinen Einsätzen in Tansania und Kenia berichtete. Etwas realitätsfremd erschienen mir die zivilisierten sanitären Anlagen. Mit soviel „Schicki-Micki“ hatte ich gar nicht gerechnet. Da ich meine 20.000 Wörter schon bei der ein oder anderen Diskussion über Himmelsrichtung und Entfernung verbraucht hatte, zog ich mich unter Umgehung des Laberfeuers ins Zelt zurück und zählte zum Einschlafen mal etwas exotisch: die Ziegen der Gabbras.
Insgesamt habe ich mich sehr über die viele Praxis gefreut, finde aber nicht, dass die Theorie zu kurz kommt. Jochen und Michael beantworten wirklich jede Frage ausführlich und greifen gerne auf ihren profunden Erfahrungsschatz zurück.
Vielen Dank für die Eindrücke, die ich bei Euch sammeln konnte. Es hat wirklich großen Spaß gemacht!
Viele Grüße aus Hamburg
Clara















