Uganda/Kenia-Tagebuch, Februar 2008
Hans Musswessels hielt sich mit einem medizinischen Team von 10. bis 17. Februar 2008 in Karuguuza, Uganda, auf, um dort den Baufortschritt der Gesundheitsstation zu prüfen, in den neuen Räumen bei der Patientenbehandlung zu helfen und den weiteren Bedarf an Geräten, Medikamenten und Personal zu bestimmen. Am 18. Februar 2008 reiste das Team über die Grenze nach Kisumu, Kenia, um dort anläßlich der aktuellen politischen Unruhen medizinische Soforthilfe für Flüchtlinge zu leisten.
Hier im Tagebuch berichteten die Mitglieder des medizinischen Teams, die Kinderärztin Birgitta von Ehrenstein (Garmisch-Partenkirchen), die Kinderkrankenschwester Roswitha Märkle (Tübingen) und der Rettungsassistent Michael Geschwandtner (Chemnitz) über ihre Erfahrungen.
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Uganda: Projektinformationen und Bilder
Kenia: Projektinformationen
Montag, 21. Januar 2008
In weniger als 3 Wochen werde ich mit einem medizinischen Team bereits in Uganda sein, um unser Projekt in Karaguuza zu besuchen. Einerseits wird eine Evaluierung stattfinden, jedoch wollen wir auch medizinische Unterstützung leisten, durch ein Team, welches sich aus einer Kinderärztin und zwei Pflegekräften zusammen setzt.
Im Namen aller kann ich sagen, dass wir sehr gespannt sind, wie die Arbeit in den bereits fertiggestellten neuen Gebäuden, unterstützt von der Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks, angelaufen ist, und wie wir auch weiterhin helfen können, um den Menschen vor Ort, besonders den Kindern, eine angemessene Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.
H. Musswessels
Montag, 11. Februar 2008 - Karuguuza
Wir sind gestern ca. 15.00 Uhr Ortszeit in Entebbe angekommen. Anreise bis dahin ohne Probleme. Abholung durch Emesco. Danach Abfahrt zum MOH ( Ministry of Health) zur Vorstellung beim Commissioner Clinical Service Uganda. Kurze Erläuterung durch Emesco über das laufende Projekt und der Zusammenarbeit mit LandsAid. Von mir ebenfalls kurze Team Vorstellung und Absicht des Besuchs, einerseits die Evaluierung des bisherigen Projektes, sowie die Möglichkeiten einer wieteren Zusammenarbeit, bzw. Unterstüzung anderer potentieller Projekte. Die Registrierung des Teams wurde kurz besprochen, und wird dann weiter bearbeitet. Hier wird sehr viel Wert darauf gelegt, und es wurde erwähnt, dass der Weg von uns hier ausgesprochen gelobt wurde, denn das wäre nicht immer üblich.
Gegen 22.00 Ankunft in Karuguuza, Hotel Starlight. Netter Empfang und schöne Unterkunft.
Hans
Dienstag, 12. Februar 2008 - Karuguuza, Uganda
Hier nun unser erstes Lebenszeichen aus Karuguuza. Problemlos und restlos übermüdet sind wir gut in Karuguuza angekommen. Erster Eindruck: Herrliche Landschaft, sehr grün. Heute verschafften wir uns lediglich einen groben Überblick über das Health Center. Freundlicher Empfang überall.
Liebe Grüße vom Team aus Uganda
Donnerstag, 14. Februar 2008
„Erst 3 Tage in Karuguuza haben wir schon viele Eindrücke gesammelt. Umgeben von einer wunderbaren, bergigen Landschaft sind wir an verschiedenen Orten von stets total freundlichen Menschen empfangen worden. LandsAid ist hier bereits gut bekannt. Wir haben schon ein wenig Einblick in den Ablauf des Health Centers sowie in ein Schulprojekt erhalten, was auf Unterstützung hofft. Dort waren wir von fröhlichen Kindern umringt, die sich gerne fotografieren ließen. Wir werden schöne Bilder mitbringen.
Viele Grüße vom Team Uganda
Freitag, 15. Februar 2008
Dem gestrigen bewölkten etwas kühleren Tag, folgte ein sonniger Valentinstag, der Hans einen saftigen Sonnenbrand bescherte. Heute besuchten wir zwei Health Center und ein HIV-awareness-Projekt (weiteres Projekt von LandsAid) um weitere Informationen zu sammeln. Im Emesco Health Center führten wir eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Medikamente und Equipment durch, um weiteren Bedarf zu ermitteln. Auch wenn wir selbst nicht medizinisch tätig sind, erscheinen uns die informativen Besuche Gespräche und Besichtigungen sinnvoll und für morgen steht auch schon viel dieser Art auf unserem Programm.
Liebe Grüße vom Team Uganda
Dienstag, 19. Februar 2008 - Kisumu, Kenia
Aufgrund der aktuellen politisch instabilen Lage im Nachbarland Kenia entschloß sich LandsAid, das medizinische Team in die bereits angelaufene Versorgung von Binnenflüchtlingen mit einzubinden. Am vergangenen Wochenende wurde die Reise zur kenianischen Grenze sowie die Abholung auf der anderen Seite organisiert. Das Team berichtet heute:
"Nach einer achtstündigen Fahrt sind wir gestern wohlbehalten in Kisumu angekommen. Nach einer kurzen Orientierung war es uns bereits möglich, mit unserem freien kenianischen Mitarbeiter Peter Otieno Nyagilo ein Durchgangs- und Auffangslager für Binnenvertriebene aufzusuchen. Morgen werden wir beginnen, selbst medizinische Hilfe zu leisten.
Liebe Grüße vom "formerly Uganda now Kenia team"
Donnerstag, 21. Februar 2008
Seit unserer Ankunft in Kisumu, in der Nyanza Provinz, ging es buchstäblich Schlag auf Schlag. Hans und unser kenianischer Koordinator Peter Otieno Nyagilo organisierten wie die Weltmeister und innerhalb von 24 Stunden konnten wir an unserem ersten Einsatzort mit der medizinischen Versorgung von Binnenvertriebenen beginnen. Unsere Hilfe wurde freudig angenommen. Wir habe zunächst Quartier bezogen 50km westlich von Kisumu, in Lunga Village, und gestern ca. 200 Patienten behandelt. Die Nächte sind sehr kalt, und die Flüchtlinge haben bisher kaum Hilfe bekommen. Viele sind total mittellos, und jeden Tag kommen neue hier an.
Lieb Grüße ins kalte Deutschland vom gesamten Team aus Kenia
Sonntag, 24. Februar 2008
Nach knapp einer Woche hier im Westen von Kenia, konnten wir inzwischen vielen Menschen mit unserem medizinischen Team helfen. Leider gab es auch einen traurigen Moment, als ein 6 Monate altes Kind an Austrocknung gestorben ist, und wir einfach machtlos waren. Wir haben von vielen Schiksalen gehoert, wo Menschen alles verloren haben. Wir wissen nicht was letztendlich in Nairobi verhandelt und verabschiedet wird, jedoch wird es keine schnelle Loesung fuer die Menschen geben, denn Ihr Vertrauen ist aufgebraucht, und es bedarf weiterer Hilfe, damit sie wieder in ihre Heimat zurueck gehen koennen, um sich was neues aufzubauen. Die Kinder trifft es immer am haertesten, ihnen fehlen Decken, und sie sind schutzlos den Moskitos und weiteren Erkrankungen ausgesetzt. Andererseits erfuellt es uns mit Freude, wie wir und unsere Hilfe von den Menschen angenommen und gedankt wird.
Bis bald, das Team Kenia













