Impfkampagne gegen Masern, Hepatitis, Pneumokokken und Tetanus
Von Ende März bis Ende Mai 2012 war LandsAid für ein weiteres Projekt in Ostafrika im Einsatz: Auf Anfrage des regionalen "Ministry of Medical Services" wurde in den Distrikten Wajir West und Eldas in Kenia kurzfristig eine Impfkampagne durchgeführt. Versorgt wurden dabei hauptsächlich Kinder unter fünf Jahren. Denn viele Infektionskrankheiten bedrohen Leben und Gesundheit der mangelernährten Kinder, die Impfungen sind laut Gesundheitsministerium dringend notwendig.
Weiter wurden Frauen im gebärfähigen Alter geimpft sowie Patienten mit offenen Wunden. Die Kampagne dauerte zwei Monate. Der lokale Projektkoordinator Peter Otieno Nyagilo arbeitete zusammen mit drei medizinischen Pflegekräften sowie zwei Helfern, die für Organisation und Logistik zuständig waren. Gemeinsam fuhren sie die einzelnen Dörfer in den Distrikten an.
Die Impfungen sollten vor allem vor Hepatitis, Pneumokokken, Tetanus und Masern schützen. In vielen Dörfern gab es zu der Zeit Masernausbrüche, viele Erwachsene waren bereits daran gestorben, berichtet Peter Otieno Nyagilo. LandsAid versorgte die Erkrankten mit allen medizinischen Mitteln, die zur Verfügung standen. Masern ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit. Sie kann gerade bei geschwächten, mangelernährten Kindern lebensbedrohlich verlaufen. Daher sollen die Kinder mit den Impfungen im Voraus geschützt werden.
„Wir haben in dem geplanten Zeitraum 1.491 Kinder sowie 844 Frauen im gebärfähigen Alter geimpft. Gleichzeitig erhielten die Kinder Vitamin A zur Stärkung ihrer Abwehrkräfte", berichtet Peter Otieno Nygilo im Mai. Das Ziel, bis zum Projektende 1.500 Kinder mit einem Impfschutz und 1.000 Frauen mit Tetanus-Impfungen versehen, wurde so weitgehend erfüllt. Die Planung 1.500 Patienten basismedizinisch zu versorgen, wurde durch durch die große Nachfrage, weit überschritten: Nahezu doppelt so viele Patienten mit Beschwerden suchten die Hilfe des Teams.
Positive Reaktion aus der Bevölkerung
Die Kampagne wurde von der lokalen Bevölkerung sehr positiv aufgenommen: „Die Leute schätzten unsere Arbeit und akzeptierten die Impfungen,“ erzählt Peter Otieno Nyagilo. „Sie wissen, es ist die einzige Möglichkeit, ansteckende Krankheiten zu verhindern, die hier normalerweise schwer behandelbar sind und eine hohe Sterblichkeitsrate mit sich bringen.“
Die meisten Gebiete, die der Projektkoordinator und sein Team besuchten, waren schwer erreichbar, üblicherweise gibt es keinerlei medizinische Versorgung. „Es ist ungewohnt für die Menschen, dass ihnen Arzneimittel, Impfungen und Beratung angeboten werden. Die Leute haben sich gefreut und forderten uns auf, bei ihnen zu bleiben oder noch einmal vorbei zu schauen. Das ist ein schöner Hinweis, dass sich unsere Anstrengungen gelohnt haben,“ meint Nyagilo.
Das Projekt wurde gefördert vom Bündnis Aktion Deutschland Hilft. LandsAid ist seit Januar diesen Jahres Mitglied des Zusammenschlusses nationaler Hilfsorganisationen.
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