Erstes BMZ-Projekt - die Gesundheitsstation in Buliisa, Uganda

LandsAid bekommt seit 2009 auch finanzielle Unterstützung aus staatlichen Mitteln. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung förderte den Bau einer kleinen Gesundheitsstation im Distrikt Hoima im Westen Ugandas. Für LandsAid bedeutete diese Zusammenarbeit einen großen Schritt nach vorne. Mit der Förderung wurde die hohe Qualität und der zielgerichtete Einsatz von Spenden bei LandsAid gewürdigt.

Der Bau der Gesundheitsstation in Buliisa erfolgte in Partnerschaft mit der katholischen Diözese von Hoima. Vor der Errichtung der Station mussten die Bewohner der Gemeinde im Krankheitsfall weite Wege auf sich nehmen. Eines der nächstgelegenen Krankenhäuser lag etwa 80 Kilometer entfernt. In einem Gebiet, in dem kaum jemand über ein eigenes Fahrzeug verfügt und die Fahrbahnen in der Regenzeit oft unpassierbar werden, erscheint das nahezu unmöglich. Einige behalfen sich in der Vergangenheit, indem sie mit Booten über den Albertsee ins Nachbarland Kongo übersetzten, ein ebenfalls beschwerliches und nicht ungefährliches Unterfangen.

LandsAid-Geschäftsführer Dirk Growe hat im April 2009 und im April 2012 die Gemeinde Buliisa besucht und sich über die Situation vor Ort informiert. Die Bilder rechts zeigen ihn 2009 gemeinsam mit dem Bischof von Hoima, Deogratias Byabazaire, und bei der Besichtigung des Bauplatzes und 2012 u.a mit dem behandelnden Arzt und vor dem neuen Gebäude.

Erhebliche Verbesserung der Krankenversorgung

Mit der neuen Gesundheitsstation hat sich diese Situation gravierend verbessert. Im Januar 2010 wurde das Gebäude fertig gestellt und pünktlich mit der ärztlichen Versorgung begonnen. Die Station hat sieben Tage pro Woche geöffnet. In zwei der Räume können Patienten für wenige Tage stationär aufgenommen werden. Das Personal wird zum Teil von der Diözese Hoima bezahlt, aber auch das Gesundheitsministerium von Uganda hat Unterstützung zugesagt.

Heute betreuen eine Schwester und ein Arzt die Kranken in der Gesundheitsstation. Das Center bietet für ca. 19.000 Bewohner die nächstgelegene medizinische Versorgung, inklusive der umliegenden Orte und Fischerdörfer. Pro Quartal werden rund 1.000 Patienten behandelt. Häufigste Diagnose ist Malaria. Gefolgt von Durchfallerkrankungen - meist verursacht von unsauberem Wasser oder auch mangelnder Hygiene -, Typhus, Lungenentzündung, Infektionskrankheiten, Bilharziose und Dengue Fieber. Weit verbreitet sind auch Geschlechtskrankheiten. Am häufigsten ist HIV, gefolgt von Syphilis. Drei bis vier positive Diagnosen kommen auf zehn getestete Personen mit Verdacht auf HIV.

Eines der größten Probleme bereitet die Gewohnheit vieler Menschen, bei gesundheitlichen Schwierigkeiten zu Schmerzmitteln greifen, anstatt zum Arzt zu gehen und die eigentliche Ursache der Krankheit zu kennen bzw. zu behandeln. Wenn diese Patienten dann zur Station kommen, sind beispielsweise Infektionen oft extrem fortgeschritten und entsprechend schwer und langwierig zu behandeln. Hier sollen auf längere Sicht Gesundheitshelfer Abhilfe schaffen, ausgewählte Dorfbewohner, die in Buliisa in Hygiene und Wundversorgung geschult wurden, um als Multiplikatoren zu einer verbesserten allgemeinen medizinischen Grundbildung beizutragen.

 

Für jedes staatlich geförderte Projekt muss LandsAid einen bestimmten Anteil an eigenen Spendengeldern mit einbringen. Daher sind wir hier auf Ihre Mithilfe und auf freie Spenden angewiesen.

Spenden Sie jetzt online für unsere Projekte in Uganda!

Spendenkonto 14001
Sparkasse Landsberg-Dießen
BLZ 70052060

Internationale Bankleitzahl BIC: BYLADEM1LLD
Internationale Konto-Nr. IBAN: DE66700520600000014001

 

Neben der staatlichen Hilfe wurde dieses Projekt u.a. unterstützt vom Deutschen Institut für Katastrophenmedizin in Tübingen sowie der Wilhelm-Oberle-Stiftung.